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Unsere Chronik - 1991 bis 2000 Ab dem Jahr 1990 wurde es "ruhiger" im Ort, denn die ersten sechs Funkmeldeempfänger kamen in Trechtingshausen zum Einsatz. Wie  es noch heute üblich ist, wurde von nun an erst einmal "stiller Alarm" über die Funkmeldeempfänger ausgelöst, bevor bei größeren  Schadensereignissen ggf. im Anschluß die Sirene zum Einsatz rief. Man bekam als Außenstehender von einem Einsatz meist nur noch  mit, wenn das Feuerwehrauto mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort eilt.  1993 stand die "Letzte Mühle" in Flammen, welches eine hohe Anforderung an Mensch und Material der Feuerwehrleute der gesamten  Verbandsgemeinde stellte. Im gleichen Jahr wurde das doch erheblich in die Jahre gekommene Feuerwehrschlauchboot von einem Rettungsboot RTB3 mit einem  unsinkbaren Alurumpf abgelöst. In unserem zuständigen Einsatzbereich auf dem Rhein konnte nun von unserer Wehr mit einem wirklich  hervorragend ausgestatteten Rettungboot eine Wasserrettung in kürzester Zeit eingeleitet werden. Der Nikolaustag 1993 bescherte der Feuerwehr eine ganz besondere Überraschung. Der aus Basel  stammende Tanker "Quentolina" hatte bei St. Goar durch eine Grundberührung leckgeschlagen und bis  Bingen ca. 56 Tonnen Vacuumgasöl aus einem faustgroßen Loch in den Rhein verloren. Im Trechtingshäuser Feuerwehrhaus wurde eine Einsatzzentrale eingerichtet, von der aus alle Aktivitäten der Feuerwehr  koordiniert wurden. Mit weißen Schutzanzügen bekleidet und mit Spachtel und Eimer "bewaffnet" kämpften  die Helfer gegen das schmierige, dickflüssige Öl. Drei Tage lang säuberten die Helfer der Feuerwehr das  Rheinufer und drehten wortwörtlich "jeden Stein einzeln um", um der Ölpest Herr zu werden.  Ein verheerender Brand auf dem Schweizerhaus vernichtete die Stallungen und Teile des Wohngebäudes im Jahre 1994. I  Ein Scheunenbrand in Manubach, sowie ein Dachstuhlbrand im Haus Böppchen brachten uns im gleichen Jahr 1994 zwei weitere  schwerwiegende Löscheinsätze.  Wichtige Renovierungsarbeiten unseres Gerätehauses zwangen uns 1995 zu umfangreichen Arbeitseinsätzen durch die gesamte  Feuerwehr, welche mehr als 850 Stunden in Anspruch nahm. Um den Fortbestand eines vernünftigen Feuerwehrdienstes zu gewährleisten, wurde im November 1996 die Jugendfeuerwehr unter der  Leitung von Michael Braun und Jochen Platz gegründet. So wurde auch zur Jugendarbeit in unserer Ortsgemeinde ein großer Beitrag  geleistet. Ein Schiffsbrand im Jahre 1996 wurde unter Mithilfe der Bootsbesatzung des Vorspanndienstes Loh erheblich erleichtert, der die ersten  Einsatzkräfte aus Trechtingshausen mit deren Schiff an den mitten auf Rhein treibenden Brandherd brachte. Das absolute Highlight war 1999 unser neues Feuerwehrauto TSF-W mit dem neuen Funkrufnamen "Florian  Rhein-Nahe 7-48". Nach langem Ringen gelang es der Feuerwehr Trechtingshausen unter Einsatz aller  Möglichkeiten ein neues Löschfahrzeug nach Trechtingshausen zu holen und damit den Brandschutz unserer  Ortsgemeinde weiter zu verbessern.  Einer der größten Brände und Tragödien erlebte die Feuerwehr Trechtingshausen bei ihrem Löscheinsatz im  Juli 1999 auf dem Campingplatz Marienort. Dort brannte das Wohngebäude mit Anbau fast auf die  Grundmauern nieder und bescherte den Einsatzkräften einen schrecklichen Anblick und einen bis heute unvergessenen Einsatz. Um den vom Brand Betroffenen zu helfen, wurde von unserer Feuerwehr umfangreiche Wiederaufbaumaßnahmen in Eigenleistung erbracht. Im Jahr 2000 kam ein 27 Jahre alter Mann aus Bingen beim Schwimmen im Rhein ums Leben. In Höhe des Campingplatzes wurde er  durch den Wassersog an einer Boje unter Wasser gezogen. Unser Rettungsboot eilte umgehend zur Unfallstelle - jedoch war die  Strömung an dieser Stelle so stark, daß wir keine Chance hatten, an die Person, die inzwischen fast unter der Boje festhing  heranzukommen. Selbst aus Mainz alarmierte Rettungstaucher konnten bei diesen lebensgefährlichen Strömungsverhältnissen nicht  helfen. Erst ein Kran des Wasserbaus konnte die Boje anheben. Der Mann konnte leider nur noch tot geborgen werden.
Gruppenfoto von 1996
Gruppenfoto von 1994