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Unsere Chronik - Wie alles anfing... Erstmals im Jahre 1592 urkundlich erwähnt - gab es in unserer  Ortsgemeinde Trechtingshausen die sog. Feuerläufer, damals  "Fayerläufer" genannt. In der Beurkundung hieß es wörtlich: „Die  Namen der Fayerläufer so von Schultheiß und Hohem Rath  bestimmt, wie von altersher.“ Dann folgten die Namen der  Feuerläufer und ihre Ausrüstung, die entweder aus Axt oder  Feuereimer bestand. Die noch heute existierenden Brunnen der vier Nachbarschaften  spielten in der damaligen Zeit eine zentrale Rolle in der  Brandbekämpfung. So wurde bei entstehen einer Feuersbrunst  rasch eine Menschenkette gebildet, über die mit Hilfe der  Feuereimer eine Wasserversorgung zum Brandherd hergestellt  wurde. Viele Menschen waren damals nötig, um genügend  Wasser herbeizuschaffen um so den Flammen Herr zu werden.  Wer faulherzig oder böswillig fernblieb wurde damals mit einer  Geldstrafe in Höhe von zwei Gulden belegt. 
Die dürftige Ausrüstung der Feuerläufer wurde im Jahre 1733 mit Brandleitern und 1810 mit einer Handdruckspritze und einem  Schlauchkarren weiter ergänzt. Uniformen oder gar Einsatzschutzkleidung waren in der damaligen Zeit noch nicht vorhanden. Die ab dem  Jahre 1897 im Erdreich verlegte Wasserleitung hatte sich rasch bei Bränden im Dorf sehr gut bewährt. Im weiteren Verlauf der Geschichte entwickelten sich aus den Feuerläufern die am 27. Mai 1926 gegründete "Freiwillige Feuerwehr  Trechtingshausen". Am Gründungstag gehörten der Feuerwehr 46 Personen an. Mit der Handdruckspritze aus dem Jahre 1810 und mit einem Schlauchkarren begann die Arbeit. Die Übungsstunden wurden ohne  Uniform nur mit einer Armbinde als Kennzeichen abgehalten. Durch von der Gemeinde bereitgestellte Mittel und durch Unterstützungen  von Freunden und Gönnern, konnten in den ersten Jahren ein neuer Gerätewagen, Ausrüstungen und Uniformen beschafft werden. Die Feuerwehr gründete im Jahre 1927 ihre eigene Musikkapelle, die sich großer Beliebtheit erfreute. Sie ist der Vorläufer des heutigen  Musikvereins.  Während des 2. Weltkrieges sank die Zahl der Feuerwehrleute auf 8 Mann ab. Es mußten daher 23 Mann im Nov. 1942  notdienstverpflichtet werden, außerdem wurde die Wehr mit 2o Jugendlichen verstärkt. Bis zum Ende des Krieges nahm der Bestand so  sehr ab, daß sich am 10. Sept. 1944 21 Frauen freiwillig für den Löschdienst zur Verfügung stellten. Die Chronik berichtet, daß diese  Frauen besonders eifrig und gewissenhaft bei der Sache waren. Nach Kriegsende standen der Feuerwehr nur noch 17 Mann zur Verfügung. Die Einsatzfähigkeit war nicht mehr gewährleistet; da viele  der Männer aus beruflichen Gründen tagsüber nicht erreichbar waren. Dank einer großen Werbeaktion am 28. Jan. 1951 im Gasthaus  "Zur Traube"', die sehr erfolgreich verlief stieg die MItgliederzahl wieder auf 31 Mann. Der Gemeinderat unter verhalf der Feuerwehr im Jahre 1942 zu der ersten Motorspritze TS 8 und kaufte die notwendigen Schläuche. Er  ließ auch 1951 das alte Gerätehaus vergrößern und im Jahre 1952 eine Schlauchtrockenanlage herrichten, an der die alten, unförmigen  Hanfschläuche nach einem Brandeinsatz oder einer Übung zum trocknen aufgehängt wurden. Im Mai 1970 kaufte die Freiwillige Feuerwehr Trechtingshausen einen VW-Bus, den sie in Eigenarbeit als Einsatz- und Gerätewagen  ausrüstete. Eine ausfahrbare Anhängeleiter gehörte bald auch zum Inventar. Bis zu dieser Zeit existierte nur ein Schlauchwagen mit Pumpe, der  mittels einem Traktor zum Einsatz- oder Übungsort gebracht wurde.  Um dem chronischen Geldmangel abzuhelfen, veranstaltet die Wehr seit 1969 jährlich ein Sommernachtsfest. In den Jahren 1969 bis  1972 übernahm die Feuerwehr die Rolle der Kirmesburschen. Die Einnahmen aus diesen Festen ermöglichten es, daß sich die  Feuerwehrleute ab März 1976 in neuen schmucken Uniformen präsentieren. Ein Höhepunkt in der Geschichte der Feuerwehr war der 18. Aug. 1974, an dem das neue Tragkraftspritzenfahrzeug TSF eingeweiht und  in Dienst gestellt wurde.  Ein Meilenstein in der Geschichte unserer Wehr war der Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses am 04. Dezember 1977.  So wurde in insgesamt 2070 Stunden Eigenleistung auf dem Grundstück "Am Wasem 3" innerhalb von 12 Monaten das  Feuerwehrgerätehaus errichtet, wie wir es noch heute nutzen können. Die vielen Helfer seien an dieser Stelle noch einmal lobend  erwähnt. Das im Jahr zuvor (1976) gefeierte 50. Jubiläum unserer Wehr war ein voller Erfolg - jedoch nur deshalb, weil die damaligen Kameraden  mit demselben Einsatz für unsere Sache standen, wie wir es heute tun. Auf dem großen Parkplatz unterhalb des Bahnhofes am Rhein  feierte man den 50. Jahrestag zum Bestehen unserer freiwilligen Feuerwehr. So bestand die Freiwillige Feuerwehr im Jahre 1976 aus 29  Aktiven. Eine Aufrüstung unserer Einsatzfähigkeit bescherte uns 1989 eine neue Feuerwehrpumpe TS8/8 Ultraleicht, welche die alte VW-Pumpe  ablöste. Die neue, nur 140 KG leichte Tragkraftspritze erleichterte das tragen der Pumpe im Einsatz und Übungsfall an das offene  Gewässer oder den nächstgelegenen Hydranten um einiges. Die im Oktober 1989 eingetroffenen Preßluftatmer ermöglichten der Wehr ganz neue Einsatzmöglichkeiten. So konnte man Bränden mit  noch größerer Schlagkraft entgegentreten. Dieser umluftunabhängige Atemschutz erbrachte von nun an die Möglichkeit Zimmerbrände  von innen abzulöschen und den damit entstandenen Wasserschaden so gering wie möglich zu halten. Des weiteren ist es eine nicht mehr  wegzudenkender Schutz zur Aufrechterhaltung der Gesundheit unserer Kameraden im Einsatz, da in der heutigen Zeit schon harmlos  scheinende Brände erhebliche Atemgifte freisetzen können. Ab dem Jahr 1990 wurde es "ruhiger" im Ort, denn die ersten sechs Funkmeldeempfänger kamen in Trechtingshausen zum Einsatz. Wie  es noch heute üblich ist, wurde von nun an erst einmal "stiller Alarm" über die Funkmeldeempfänger ausgelöst, bevor bei größeren  Schadensereignissen ggf. im Anschluß die Sirene zum Einsatz rief. Man bekam als Außenstehender von einem Einsatz meist nur noch  mit, wenn das Feuerwehrauto mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort eilt.  1993 stand die "Letzte Mühle" in Flammen, welches eine hohe Anforderung an Mensch und Material der Feuerwehrleute der gesamten  Verbandsgemeinde stellte. Im gleichen Jahr wurde das doch erheblich in die Jahre gekommene Feuerwehrschlauchboot von einem Rettungsboot RTB3 mit einem  unsinkbaren Alurumpf abgelöst. In unserem zuständigen Einsatzbereich auf dem Rhein konnte nun von unserer Wehr mit einem wirklich  hervorragend ausgestatteten Rettungboot eine Wasserrettung in kürzester Zeit eingeleitet werden. Das absolute Highlight war 1999 unser neues Feuerwehrauto TSF-W mit dem neuen Funkrufnamen "Florian Rhein-Nahe 7-48". Nach  langem Ringen gelang es der Feuerwehr Trechtingshausen unter Einsatz aller Möglichkeiten ein neues Löschfahrzeug nach  Trechtingshausen zu holen und damit den Brandschutz unserer Ortsgemeinde weiter zu verbessern.
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